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Selektion

Unsere Devise lautet: Viel züchten, viel spielen, hart selektieren!

Tauben für die heutigen Weitstreckenflüge dürfen nicht die kleinsten Fehler besitzen! Jeder körperliche Mangel rächt sich, wenn sie 12 - 14 Stunden fliegen sollen, frisch ankommen und dazu noch schnell wieder regenerieren sollen.

Daher beginnt die Selektion unserer Tauben bereits im sehr jugendlichen Alter. Jungtauben, die schlecht wachsen, kränklich sitzen oder schlecht fliegen, werden bereits frühzeitig aus dem Bestand genommen. Nach dem Absetzen der Jungtauben, werden diese einer ständigen Handbeurteilung unterzogen. Sie sollten bereits möglichst "gut in der Hand liegen", "stromlinienförmig" und "fest" erscheinen. Die Hauptkriterien für eine Selektion stellen das körperliche Gleichgewicht, eine gute und ausgeprägte Muskulatur sowie ein fester Knochenbau dar. Jungtauben, die beim "in die Hand nehmen" den Schwanz nach oben stellen oder gar "fächern", werden sofort entfernt.

Danach entscheidet der Reisekorb über die weitere Daseinsberechtigung, wobei Jungtier-Preise bzw. die Abstammung der Jungen zunächst keine Rolle spielen. Es wird ausschließlich nach Regenerationsfähigkeit und Vitalität selektiert.
Alle Jungtauben müssen dazu ca. 10 mal in den Korb und werden grundsätzlich jede Woche gespielt. Jung-Weibchen werden, wenn möglich, auch auf einen freien Wettflug von ca. 500 km gesetzt. Tauben, die abgekämpft nach Hause kommen, schlecht regenerieren oder Zeichen in den Federn behalten, müssen fort. Benötigen sie  2 Wochen, um für den nächsten Flug wieder fit zu werden, können wir sie nicht gebrauchen. Die Selektion bei den Jungtauben ist hart, als Kriterium sei genannt, daß wir ca. 120 Jungtauben für uns züchten, von denen 30 Jungvögel und ca. 15 Weibchen als Jährige behalten werden.

Die Jährigen müssen auf zwölf Flügen jede Woche ihren Mann stehen, wobei alle einen Flug über 700 km bestreiten müssen. Einige Jährige fliegen auch 1-2 mal Bordeaux (858 km). Nur die Preisflieger dürfen auf den Schlägen bleiben und werden zweijährig nach Dax (982 km) oder Marseille (790 km) und Perpignan (912 km) gesetzt, wobei sie sich mindestens einmal in den ersten 10 % platzieren sollten. Dreijährig gehen sie dann nach Pau (991 km) oder Barcelona (1070 km).

Die alten Tauben absolvieren 2 bzw. 3 Marathonflüge, wobei sie ebenfalls einmal unter den ersten 10 % der Gesamttauben zu finden sein müssen.
Logischerweise fallen bei dieser Art der Selektion auf Weitstreckeneignung, Schnelligkeit, Vitalität und Regenerationsfähigkeit sehr viele Tauben durch. Aber genau das soll ja erreicht werden. Dadurch wurde ein kleiner und leistungsfähiger Bestand geformt. Der Gesamtbestand besteht aus 15 Zuchtpaaren und 60 Reisepaaren, zählt im Winter also maximal 150 Tauben.

Zum Schluß ein Tip:
Achten Sie beim Taubenkauf darauf, daß der Züchter seine Tauben jede Woche spielt. Besonders in Belgien ist dies nicht unbedingt der Fall. Bei aller notwendigen Schnelligkeit brauchen Sie im deutschen RV-Programm Tauben, die sehr schnell regenerieren, Woche für Woche fit sind und die gesamte Saison durchhalten. Bei vielen Züchtern ist zu beobachten, daß die Leistungen in der zweiten Hälfte der Saison stark nachlassen bzw. bis dahin sehr gute Tauben oft auf den Endflügen verloren gehen. Optimale Versorgung vorrausgesetzt ist dies nahezu ausschließlich auf ein schlechtes Regenerationsvermögen zurückzuführen. Kreuzen Sie daher in Ihren Bestand einzelne Eintages-Weitstreckentauben ein, um die Ausdauer-Fähigkeiten zu verbessern.
Die Meisterschaften werden doch meistens im Monat Juli auf den weiten Flügen entschieden!

 
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